Neumond

Diese Mondphase fehlt in den meisten „Arbeite mit dem Mond“ Anleitungen

Es gibt heute wundervolle Instagrambilder, Downloads und Materialien zur Arbeit mit dem Mondzyklus. Es ist eines der Themen, die sich weit verbreitet haben. Aber die Fassung, die sich verbreitet hat, unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt von dem, was ich gelernt habe, und in dem was meine Intuition und Weltsicht mir sagt: In der Bedeutung des Neumonds.

Es sind weit übers Internet verbreitet folgende vier Phasen des Mondes (mit jeweiligen zusätzlichen) Viertelmonden: Neumond, zunehmender Mond, Vollmond, abnehmender Mond.

Dabei geht es darum, mit dem Neumond etwas Neues zu beginnen.

Der Neumond ist Anfang des Mondzyklus, er ist aber zugleich auch das Ende.

Der dunkle Mond, der in meiner Tradition Dunkelmond genannt wird, ist unsichtbar für das menschliche Auge. Nachdem die Mondsichel immer kleiner wurde, ist sie nun verschwunden. Und ein paar Tage später taucht die neue Mondsichel wieder auf. Der dunkle Mond ist also der Wendepunkt. Ende und Anfang. Beides in einem. Und darin steckt ein wichtiges Mysterium.

Ein wichtiger Unterschied in der Arbeit mit Mondzyklen: Dunkelmond und Neumond

Da Neumond aber schon nach neu und Anfang klingt, nennen deshalb Hexen diese Mondphase in der Regel Dunkelmond. Der Neumond wäre dann die neue Mondsichel, also der erste wieder sichtbare Mond.

Warum das relevant ist

Um diese Phase, die eine Art Stillstand zu sein scheint. Die nicht sichtbar ist, nicht fluffig und hell erleuchtet. Um die Phase, in der noch nichts entschieden ist, der Punkt voller Möglichkeiten, die sich erst noch manifestieren (oder auch nicht). Wie dieses Phänomen, das heute in der Quantenphysik erforscht wird, wenn der Zustand nicht definiert ist und zwei unterschiedliche Zustände gleichzeitig sein kann.

Um diese Phase, die eine Art Stillstand zu sein scheint. Die nicht sichtbar ist, nicht fluffig und hell erleuchtet. Um die Phase, in der noch nichts entschieden ist, der Punkt voller Möglichkeiten, die sich erst noch manifestieren (oder auch nicht). Wie dieses Phänomen, das heute in der Quantenphysik erforscht wird, wenn der Zustand nicht definiert ist und zwei unterschiedliche Zustände gleichzeitig sein kann.

Und unsere Kultur und Alltagskultur schreckt gerne vor Dunkelheit, Undefiniertheit, Ende, Innenschau zurück. Ständig. Lieber gleich das Licht feiern und den Anfang. Aber ohne die Dunkelheit, verliert das Licht den Wert und die Balance. Es fehlt die Hälfte des Mysteriums. Und damit fehlt uns allzuoft gesellschaftlich einfach die Basis, wenn wir immer nur auf das Helle, Neue schauen.

Deswegen sind es fünf Phasen:

Neuer Mond/ Sichelmond, zunehmender Mond, Vollmond, Abnehmender Mond, Dunkelmond

Und eigentlich steht der Dunkelmond vorne und hinten. Es ist nämlich ein Zyklus, ein Kreis.

Für mich war der Dunkelmond immer das Ende. Nicht der Anfang. Aber ich verstehe, wie man darin auch den Anfang sehen kann. Und denke von daher, dass er nicht nur das Mysterium der Dunkelheit sondern auch das Mysterium des Beides-Gleichzeitig beinhaltet- was eben so gar nicht gut zu unser bevorzugten dualistischen Weltsicht passt.

Was bedeutet das konkret für die Arbeit mit dem Mond und mit den Anleitungen:

Es ist sinnvoll, die Dunkelheit, das Ende anzuerkennen. Dunkelmondrituale könnten also eine Reflektion des vergangenen Mondes sein, Meditation über Dunkelheit und den Schwebezustand und oder dem Thema des Dunkelmondes (vorgegeben durch das Tierkreiszeichen).

Die Energie des Dunkelmondes ist erheblich, es ist eine wichtige Mondphase. Sie kann durchaus für konstruktive Arbeit verwendet werden, nur ist Wünschen und Anfänge feiern nicht sonderlich passend. Aber auf die Suche in der Dunkelheit nach dem Thema zu gehen, das in der Dunkelheit liegt – so wird für mich ein Schuh daraus.

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